Public Enemy Featuring Paris - Rebirth of a Nation

By Peter Hagen, Musiktipps24.de


In der HipHop-Welt wird immer wieder, ob in Texten oder Berichten, den "lost soldiers"


(Biggie Smallz, 2 Pac, Freaky Tah, Easy E., Big L., Jam Master Jay uvm.) den nötigen Respekt gezollt. Was sicher auch sinnvoll ist, um die früh verstorbenen Ikonen zu würdigen. Aber wie es ist mit denen, die noch unter uns weilen und teilweise noch richtig gute Musik machen? Man muss beileibe nicht fragen wie wichtig die Namen Rakim, Big Daddy Kane, Kurtis Blow, Slick Rick, Krs One oder Public Enemy für HipHop und seine Entwicklung waren. Jedoch ist es offensichtlich, dass die immer jüngere werdende Gemeinde, historisches HipHop-Gut nicht braucht ­ oder zu mindest kein Interesse daran hat. Längst haben Jay-Z, Lil¹Jon und Eminem das große Spiel fest im Griff.


Man könnte jetzt diese Plattenreview problemlos als eine "Respect the architects"-Forum nutzen und brachial darauf hinweisen, dass HipHop auch eine Geschichte hat. Eine Geschichte die ihre Helden zu jeder Zeit, ja auch schon lange vor 2 Pac Shakur, hatte. Das machen wir hier aber nicht. Wir weisen aber dezent darauf hin, dass die wohl einflussreichste, politisch radikalste HipHop-Gruppierung ever ­ wieder bzw. immer noch da sind. Nach dem 11.September 2001, dem Bush¹sen Imperialismus & Haushalts-Rekord-Defizite, nicht Tod zu bekommenden Rassismus, New Orleans und die Verweichlichung von Rap zur Popkultur ­ bündeln die Mannen um Mastermind Chuck D. noch mal ihre Energie um den wohl funk-geladesten Hammer der HipHop-History noch mal zum Angriff zu schwingen.


Ursprünglich war dieses Album auch schon für August 2005 angesetzt. Bei all den Verschwörungstheorien, Drogenproblemen Flava Flav¹s und der Verbalattacken Mista Chuck¹s gegen den herrschenden Separatismus ­ gab es auch hier massive Probleme, die Platte zu releasen. Gerade in den USA werden sie immer noch in vielen Presse & Medienabteilungen als "volksschädigend" und "gefährlich" eingestuft.


Zu Wiederbelebung der "Nation" (der von ihnen geprägten "Conscious"-Welle ­ lange vor Common & den Dead Prez) haben sie sich alten Haudegen wie Paris und die Conscious Daughters in Boot geholt und eine ganz am Sound von "damals" orientierte Scheibe aufgenommen. Lyrisch brennt das Ding wie eh und je. Der Sound ist Bomb Squad und dass heisst die psychodelischen Einflüsse aus Afrobeat, Jazz und vor allem des Funks sind wieder so, wie man sie lieben gelernt hat. Realistisch gesehen, werden sie wahrscheinlich damit niemand den neuen dafür begeistern können. Zu weit weg, zu wenig zu poppig und zu radikal ist für die 50 Cent-Generation da draussen. Jedoch tut es gut zu wissen, dass sie immer noch da sind. Wer sich doch drauf einlässt, wird viel entdecken ­ und vielleicht in Zukunft den aktuellen HipHop ganz anders sehen.







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